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SSV Happerschoß – TuS 07 Oberlar 2:1 (0:0)

Eine brutal geschlossene Mannschaftsleistung bringt die nächsten drei Punkte

Den Männern aus dem gallischen Dorf war direkt klar, so einfach wie letzte Woche gegen den IKV Eitorf wird es heute nicht. Man wollte aber dort weitermachen, wo man aufgehört hatte. Hinten nichts anbrennen lassen hieß die Devise.

Doch die Gegner aus Oberlar zeigten direkt von Beginn an ihre individuelle Klasse und sorgten im Happerschoßer Strafraum für ein gewaltiges Durcheinander. Die Botschaft aus Oberlar war somit recht eindeutig: “Zieht euch warm an”. Immer wieder wurden die Außenspieler der Grünen durch schnelles Kurzpassspiel freigespielt, die wiederum mit schnittigen Flanken der Happerschoßer Abwehr einiges abverlangten. Bemerkenswert an dem heutigen Tag war, dass die Defensivarbeit bereits vorne im Sturm begann und sich konsequent nach hinten durchzog. Man ließ den Gästen wenig Raum, aufgrund der immer wieder körperbetonten Zweikämpfe. Waldemar Neufeld, der heute im offensivem Mittelfeld Walter Hipke vertrat, mobilisierte die Jungs auf seine gewohnte Art und Weise. Es war unmissverständlich, dass jeder Spieler heute 120 % an Leistung aufbringen muss und dazu eine enorm große Portion Glück für einen positiven Ausgang des Spiels von Nöten war. Allen voran unser Keeper Sven Mock, der viele gefährliche Bälle immer wieder entschärfte. Darüber hinaus waren der Torabschluss und die Disziplin des Gegners deren einzigen Schwächen am heutigen Tage. Das Halbzeitergebnis spiegelte somit die vorherigen 45 Minuten absolut nicht wider.

Den Happerschoßern war in der Halbzeit klar: Mit Leidenschaft und Kampf sind in diesem Spiel definitiv Punkte zu holen. So kam man nach der Halbzeit ohne neuem Personal auf den Platz und knüpfte an dem bisherigen Engagement an. Man sah von nun an die wesentliche Stärke des SSV, das schnelle Spiel nach vorne. Und in der 57. Minute sollte es soweit sein. Jakob Föhres dribbelte sich von rechts mit hohem Tempo vor den Sechzehner und steckte den Ball weiter durch zu Waldemar Neufeld. Der nahm den Ball im vollem Lauf mit und versenkte die Kugel zur 1:0-Führung im gegnerischen Tor. Es gab schon Spiele in dieser Saison, da verschwand die Konzentration nach solchen Führungstreffern. Aber nicht heute. Kurz danach jubelten die Happerschoßer erneut, als Renee Schmitz die Murmel über die Linie drückte. Der Schiedsrichter entschied in dieser Situation aber auf Abseits. Von solchen Entscheidungen ließ sich unser Routinier nicht beeindrucken. Denn in der 62. Minute offenbarte sich den Zuschauern folgendes Bild. Daniel Thorbeck gewann einen wichtigen Zweikampf im Mittelfeld und leitete im Anschluss den Ball weiter auf die linke Seite. Timo Dammig und Jakob Föhres brachten Renee dann wieder in Position, der mit einer Direktabnahme den Spielstand auf 2:0 hochschraubte. Die Spieler aus Oberlar guckten sich fassungslos an und die fahrlässige Chancenverwertung brachte Unruhe in deren eigenen Reihen. Nichts desto trotz preschten die Gegner weiterhin auf das Happerschoßer Tor. In der 76. Minute wurde ein gegnerischer Spieler kurz vor dem Sechzehner mit einem Foul zu Fall gebracht. Der Freistoß wurde auf den fünf Meterraum geschlagen und der gegnerische Stürmer beendete den Torfluch seiner Mannschaft. In den letzten zehn Minuten war es ein sehr hitziges Spiel. Beide Torhüter hielten ihre Mannschaften mit sehenswerten Reflexen weiter im Spiel. Kurz vor Ende musste Waldemar Neufeld aufgrund einer gelb-roten Karte das Spielfeld verlassen. Nach 95 Minuten war es dann aber soweit. Der Unparteiische pfiff die Begegnung ab. Jetzt war es amtlich. Der SSV verbuchte drei hart erkämpfte Punkte auf seinem Konto.

Man hätte sich definitiv nicht beschweren dürfen, wenn der TuS Oberlar mindestens einen Punkt, wenn nicht sogar drei Zähler mitgenommen hätte. Aber auch im Fußball wird ab und an der Wille, die Laufbereitschaft und die Lust aufs Gewinnen belohnt. Und genau das, was sich Trainer Thomas Mandrek immer wieder gewünscht hat, wurde heute umgesetzt. Eine sensationelle Effektivität im Torabschluss gepaart mit 11 Spielern, die gegen den Ball arbeiten.

Es spielten: S. Mock, B. Höhn, P. Krawietz, D. Thorbeck, T. Stiefel, S. Neufeld, E. Benz, T. Dammig, W. Neufeld, J. Föhres, R. Schmitz, B. Bornkessel, J. Wegener, T. Feierabend. T. Geiger

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